LEGENDEN UM DIE BURG

Die Fässerschlacht

Wir sind in der Burg Cochem. Zur Zeit ihrer Erbauung schrieb man das Jahr 1000. Und sie war eine mittelalterliche Verteidigungsanlage wie andere Ritterburgen auch.
Etwas vornehmer vielleicht, weil sie die Pfalzgrafen am Rhein beherbergte, die mit den deutschen Kaisern verwandt waren, als alle Kaiser Otto hießen. Mit Machtkämpfen und Intrigen reiht sich die Burggeschichte nahtlos in das gesellschaftliche Gefüge jener Zeit ein. Günstige Heiraten vermehrten die Macht der Mächtigen. Aber auch Mord und Totschlag waren üblich, um unliebsame Mitmenschen oder Rivalen zu meucheln. [...mehr]

Der Knipp-Montag

Über 40.000 Ritterburgen soll es im deutschen Sprachraum gegeben haben. Sie waren Stützpunkte der Mächtigen. Sie sollten Truppenbewe- gungen im Lande melden und kleine Gefechte selbst führen, bis die Landesherren ausreichend Truppen zum Kampf verfügbar hatten.

So einen Handstreich auf die Burg Cochem entdeckte ein Burgknecht, der an einem „weißen Sonntag“ (dem 1. Sonntag nach Ostern) auf die Höhe in das Dorf Faid ritt, um seine Liebste zu besuchen. Er entdeckte bewaffne- tes fremdes Volk und erfuhr von einem geplanten Angriff auf die Burg Cochem. Der Knecht galoppierte schnurstracks zur Burg zurück und schlug Lärm. [...mehr]